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ITF Men's Future
13. bis 20. Februar 2016 im Tennis-Center Trimbach
2015

So berichten die Medien über das ITF Men's Future 2015


11. März 2015 / Oltner Tagblatt





9. März 2015 / Oltner Tagblatt







18.  Februar 2015 / Anzeiger Gäu




5. Februar 2015 / StadtAnzeiger





4. Februar 2015 / Oltner Tagblatt





14. Januar 2015 / Oltner Tagblatt








Berichte von Tag zu Tag

ITF Trimbach, Tagesbericht – Sonntag, 8.März
Übers Wochenende fand das Qualifikationsturnier des ITF Trimbach statt. Dabei wussten die regionalen Spieler zu überzeugen, allen voran Luca Giacomelli. Er schaffte es bis in die dritte und letzte Runde, wo er den ersten Satz gegen Enzo Sommer mit 4:6 gewann, im zweiten Satz jedoch mit 6:2 unterlag. Im dritten und entscheidenden Satz schliesslich verlor er nach 4:3-Führung doch noch mit 4:6. Somit qualifizierte sich Enzo Sommer für das Haupttableau.
Auch Timo Lanz schaffte es bis in die dritte und letzte Runde, wo er gegen den deutschen Dominik Boehler mit 6:1 und 6:2 unterlag. Dario Huber, der dritte regionale Teilnehmer, der es bis in die dritte Qualifikationsrunde brachte, verlor gegen den deutschen Christian Hirschmüller 6:1 und 6:0.
Jeremy Moser schied bereits in der zweiten Runde aus. Er gewann hingegen in der ersten Runde überzeugend 6:1 und 6:1 gegen Flamur Selmani. Giuliano Muccia verlor schon in der ersten Runde. Trotzdem: Für den Veranstalter und die vor Ort ansässige Tennisschule ein beachtlicher Erfolg. Man konnte nicht unbedingt damit rechnen, dass gleich drei eigene Spieler bis zur dritten Qualifikationsrunde vorstossen und einer sogar ganz nah dran war, sich fürs Haupttableau zu qualifizieren.
Im Laufe des Tages trafen die ersten Teilnehmer des Hauptfeldes ein, darunter einige Favoriten: Darunter der deutsche Maximilian Marterer (ATP 327), eine junge Zukunftshoffnung. Er gewann im Jahr 2015 schon zwei von drei ITF-Futures-Turnieren, an denen er tailnahm. Ausserdem traf Joshua Milton (ATP 350) aus Grossbritannien ein, der sagt: „Ich bin zuversichtlich, ganz gut drauf. Ich bin zum ersten Mal in der Sxhweiz und gespannt, was ich erreichen kann.“ Er mag den grünenn Teppichboden, da er ihn an Wimbledon erinnert.
Daniel Brands, der von einer Verletzung zurückkommt ist sicherlich ein Favorit für den Turniersieg. Er hat bereits alle vier Grand Slams gespielt, kann sogar einen Sieg gegen Roger Federer aus dem Jahr 2013 verbuchen. Derzeit ist belegt er Weltranglistenplatz 360, war bereits auf Rang 51.
Jan Marti ist an Nummer 1 gesetzt, er kommt direkt vom Davis Cup, wird aber erst am Dienstag spielen.
Heute (Montag) beginnt das erste Match um 13.30 Uhr. Es finden je vier Matches gleichzeitig statt inklusive Doppel. Zwei der Topspieler sind früh zu sehen: Joshua Milton spielt um 13.30, Maximilian Marterer 15 Uhr, Marti und Brands sind am Dienstag dran. Einige regionale Hoffnungen spielen Doppel, Luca Giacomelli 16.30 Uhr, Timo Lanz etwa um 18 Uhr.
Der Eintritt für interessierte Zuschauer ist frei.

ITF Trimbach, Tagesbericht – Montag, 9. März
In ihren Erstrundenmatches des ITF Trimbach konnten sich am Montag die Favoriten durchsetzen. In einem engen Duell bezwang der aus Deutschland stammende Maximilian Marterer seinen Schweizer Kontrahenten Nico Borter mit 6:7 (2:7) und 4:6. Im ersten Satz konnten beide Spieler alle eigenen Aufschlagspiele durchbringen. Den Tie Break entschied die Nummer 327 der Weltrangliste dann klar für sich. Der zweite Satz verlief ähnlich: Wieder waren die Aufschlagspiele hart umkämpft. Beim Stande von 3:4 konnte der Schweizer noch einen Breakball abwehren. In dieser Phase lieferten sich die Spieler immer wieder lange Grundlinienduelle. Die Entscheidung kam beim 4:5 – die Nummer 2 der Setzliste holte sich das Break und gewann das Match.
Auch für Joshua Milton gab es einen Auftaktsieg. Der an Nummer 3 gesetzte Spieler aus Großbritannien gewann gegen den Italiener Lorenzo Frigerio den ersten Satz knapp mit 7:6. Auch der Tie Break verlief eng (7:4). Im zweiten Satz dann fand Milton, die Nummer 367 der Weltrangliste, besser zu seinem Spiel, machte zwei Breaks, gewann vier Spiele in Folge und sicherte sich den Sieg mit 6:2.

Noch einmal gegen Roger Federer spielen
Daniel Brands war bereits die Nummer 51 der Weltrangliste. Nach einem Jahr, das ihn krankheitsbedingt zum Zusehen verdammte, will er jetzt wieder angreifen. Nächste Station auf dem Weg zurück nach oben: Das ITF Trimbach.
Sie haben etwas geschafft, das nur Wenige von sich behaupten können: Sie haben einmal in Ihrer Karriere Roger Federer geschlagen.
Ja, das war 2013 in Gstaad in der zweiten Runde. Es war ein Traum, gegen ihn spielen zu dürfen und dann auch noch zu gewinnen.
Wie fühlt sich das an, gegen den vielleicht besten Tennisspieler aller Zeiten auf dem Platz zu stehen?
Meine Nervosität war natürlich gross. Aber mir hat geholfen, dass ich schon eine Woche zuvor ein Match gegen ihn bestritten hatte. Das war am Hamburger Rothenbaum und es war ein ganz gutes Match. Ich habe in drei Sätzen verloren, aber bereits damals immerhin den ersten Satz gegen ihn mit 6:3 für mich entscheiden können.
Ein toller Zufall, gleich zwei Mal in so kurzer Zeit auf Roger Federer zu treffen.
Ja, so eine Chance bekommt man nicht so oft in seiner Karriere. Und mein Sieg gegen Federer fand dann auch noch in seiner Heimat statt, in der Schweiz. Das war wirklich ein Highlight.
Das Match in Gstaad ging 6:3 und 6:4 für Sie aus. Wie haben Sie das geschafft?
Gstaad liegt hoch, die Rahmenbedingungen passten für mich. Ich habe einfach versucht, mein Bestes zu geben. Wahrscheinlich habe ich meinen besten Tag erwischt. Ich weiß noch, dass ich gut serviert und Federer unter Druck gesetzt habe und dabei eine relativ geringe Fehlerquote hatte. Ich habe meine Möglichkeiten gut genutzt.
Viele möchten möchten das Erfolgsrezept kennenlernen, wie ein Topspieler zu bezwingen ist. Sie haben sich also nicht zu sehr auf Federers Spiel eingestellt, sondern selbst die Initiative ergriffen?
Zu einem gewissen Grad geht man immer auf das Spiel des Gegners ein. Aber im Endeffekt muss ich versuchen, mein Spiel zu spielen. Ich bin ein aktiver Spieler. Da ich recht gross bin, muss ich versuchen, die Punkte relativ schnell zu beenden. Ich versuche also, den jeweiligen Ballwechseln meinen Stempel aufzudrücken. So habe ich das auch gegen Federer gemacht. Wenn alles passt, bin ich auf diese Weise auch für Topspieler gefährlich.
Welchen Stellenwert nimmt dieses Erlebnis in Ihrer Karriere ein?
Einen entscheidenden. Das kann mir keiner mehr nehmen und ich werde mich daran noch mein ganzes Leben erinnern.
Welche Ziele verfolgen Sie am ITF Turnier in Trimbach?
Ich denke von Runde zu Runde. Ich bin letztes Jahr krank gewesen und in der Weltrangliste von ehemals Platz 51 auf 360 abgerutscht. Ich will mich Schritt für Schritt wieder nach oben arbeiten. Dazu muss ich mich 100 Prozent konzentrieren. Klar wäre es schön, wenn der Turniersieg dabei herausspringt.
Wie beurteilen Sie die Bedingungen?
Der Teppichbelag wirkt wie eine Art Kunstrasen, er ist nicht zu schnell, ganz gut zu spielen. Der Aufschlag ist wichtig, hier wird er noch wichtiger sein.
Welches Ziel streben Sie in Ihrer weiteren Karriere an?
Noch einmal gegen Roger Federer zu spielen. Ganz klar.

ITF Trimbach Tagesbericht  – Dienstag, 10. März
Auch am zweiten Tag des ITF Trimbach konnten die Favoriten überzeugen. Der an Nummer 1 gesetzte Schweizer Yann Marti schlug seinen Gegner Constantin Belot aus Frankreich mit 7:5 und 6:2. Der erste Satz war hart umkämpft. Das 3:2 bei eigenem Aufschlag musste sich Belot schwer erarbeiten, es ging mehrfach über Einstand. Beim Stande von 5:4 für den Franzosen musste dann Marti zwei Breakbälle gegen sich abwehren, um nicht den Satz abzugeben. Der Schweizer schaffte aber das 5:5, nahm seinem Gegner anschliessend das Aufschlagspiel ab und gewann den Satz.
Im zweiten Durchgang konnte Marti unmittelbar breaken. Auch das zweite Aufschlagspiel des Gegners wäre beinahe an den Schweizer gegangen. Doch Belot suchte jetzt immer wieder das Netz, um aktiv Punkte zu erzwingen. Zunächst hielt er sich im Spiel, konnte aber das 4:1 und den Matchverlust nicht verhindern. Marti war in den entscheidenden Momenten des Spiels in der Lage, von der Grundlinie aus das Tempo zu forcieren, auch wenn der Nummer 294 der Welt einige leichte Fehler unterliefen.
Der an Nummer 4 gesetzte Daniel Brands hatte keine Mühe, sein Match für sich zu entscheiden. Der Deutsche schaffte gegen den Franzosen Nicolas Rosenzweig früh das erste Break und kam Ende des ersten Satzes zu einem weiteren, so dass ein souveränes 6:2 heraussprang. Brands gewann satzübergreifend neun Aufschlagspiele in Folge und machte doppelt so viele Punkte wie sein Gegner. Im zweiten Durchgang überliess er seinem Kontrahenten kein Spiel mehr. Der Satz ging 6:0 an den Favoriten.
Zwei Schweizer Talente, die sich Hoffnungen auf künftige Davis Cup-Einsätze machen dürfen, bestritten ebenfalls ihre Erstrundenmatches. Johan Nikles (17 Jahre) setzte sich gegen den Deutschen Bastian Wagner in drei Sätzen durch mit 6:2, 5:7 und 6:1. Marko Osmakcic (16 Jahre) bestritt das Abendduell gegen den Tschechen Jan Blecha. Er verlor klar mit 3:6 und 1:6. Mit gleich sieben Doppelfehlern und unzähligen überflüssigen Schlägen ins Aus fand er zu keinem Zeitpunkt zu seinem Spiel.
Heute (Mittwoch) ist im Tenniscenter Trimbach gegen 14.45 Daniel Brands auf Court 1 zu sehen. Etwa zeitgleich spielen Maximilian Marterer und der Brite Joshua Milton auf Court 2 und 3. Der Schweizer Yann Marti bestreitet sein Match gegen 17 Uhr.

ITF Trimbach – Tagesbericht Mittwoch, 11. März.
Das Topduell des ITF Trimbach fand aus Schweizer Sicht am Abend statt: Yann Marti, Teil des erweiterten Davis Cup-Teams 2014, gegen das Nachwuchstalent Johan Nikles (17 Jahre), ein Kandidat für künftige Aufgebote. Marti setzte sich in einem spannenden Match mit 3:6, 6:4 und 6:1 durch. Der 26-Jährige holte sich schnell das erste Break, 1:0. Zwei Doppelfehler und unkonzentriertes Spiel bescherten das Rebreak, 2:2. Nikles kam gut über den ersten Aufschlag, probierte es häufig mit Serve and Volley, streute Slicebälle ein. Mit variablem Spiel nahm er dem Gegner das Aufschlagspiel erneut ab zum 3:5 und gewann den Satz.
Im zweiten Durchgang reihte sich Break an Break: Mati legte jeweils vor, Nikles kam zurück. Lange Ballwechsel wurden häufig durch unerzwungene Fehler beendet. Auch nach der dritten Breakvorlage gab Mati den Aufschlag wieder her. Im vierten Versuch sicherte er sich doch noch den Satz. Nikles Vorhand landete hinter der Grundlinie, 6:4.
Der dritte Durchgang brachte zunächst immer wieder ausgeglichene Grundlinienduelle, die aber Mati immer öfter für sich entscheiden konnte. Mati spielte fokussierter und schlug besser auf. Die Nummer 294 der Welt nahm seinem jüngeren Kontrahenten zweimal den Aufschlag ab und holte sich mit einem Vorhandvolley den Matchgewinn.
Der deutsche Turnierfavorit Daniel Brands konnte sich in seinem Duell gegen Jan Blecha aus Tschechien mit 6:2 und 6:4 behaupten. Gleich im ersten Spiel musste Blecha mehrfach über Einstand und wurde gebreakt. Brands gelang auch noch das 5:2, so dass der Satz klar an den Deutschen ging. Aufschläge wie Peitschenhiebe und exzellente Vorhandbälle die Linie entlang liessen dem Gegner keine Chance.
Im zweiten Satz konnte sich Blecha besser behaupten, die Niederlage aber nicht verhindern. Brands beendete das Match standesgemäss mit einem Ass, dem achten insgesamt.
Im deutschen Aufeinandertreffen schied der an Nummer 2 gesetzte Maximilian Marterer überraschend gegen Qualifikant Elmar Ejupovic aus. Ein ausgeglichener erster Durchgang, der von langen Grundlinienduellen bestimmt war, endete mit 7:6 (7:3), als der Favorit seine Rückhand ins Aus setzte.
Ejupovic gelangen im zweiten Satz direkt das Break zum 1:0 und 3:0. In dieser Phase ging er häufiger ans Netz und schlug mehr Winner, zu denen sich ein paar unerzwungene Fehler gesellten. Beim Stande von 4:2 rutschte der Aussenseiter an der Grundlinie aus und fiel hin. Dennoch liess er sich nicht mehr aus dem Konzept bringen und holte sich mit einem grossartigen Vorhandpassierball longline das erneute Break zum Matchgewinn.
Mit Joshua Milton aus Grossbritannien (an 4 gesetzt) schied ein weiterer Favorit aus. Der 25-jährige musste krankheitsbedingt im zweiten Satz aufgeben. Der erste Satz war bereits mit 2:6 überraschend an den Schweizer Qualifikanten Oliver Mrose gegangen, nachdem sich beide Kontrahenten darin überboten hatten, jeweils ihren eigenen Aufschlag abzugeben. Sechs Breaks standen am Ende des ersten Satzes zu Buche. Nach 2:4 Spielstand im Zweiten wurde das Match vorzeitig beendet.
Heute (Donnerstag) startet um 13.30 Uhr das erste Match: Moritz Baumann (8) gegen Daniel Brands (3), gefolgt von Jelle Sels gegen Elmar Ejupovic. Nach 17 Uhr spielt Yann Marti (1) gegen Johannes Haerteis. Im Abendduell treffen Oliver Mrose und Kirill Dmitriev aufeinander.

ITF Trimbach – Tagesbericht, Donnerstag, 12. März
Heute (13.03.) finden im Tenniscenter Trimbach die Halbfinalspiele des internationalen ITF-Turniers statt. Mit kostenfreiem Eintritt und extra aufgebauten Tribünen setzt der Veranstalter auf reges Zuschauerinteresse. Highlight des Tages dürfte die Partie des Deutschen Daniel Brands werden, der ehemaligen Nummer 51 der Weltrangliste. 2013 schlug er Roger Federer, nach krankheitsbedingtem Ausfall sucht er den Weg zurück in die Weltspitze. Er bekommt es gegen 15 Uhr mit Elmar Ejupovic zu tun. Nach 17 Uhr folgt das Duell von Johannes Haerteis und Kirill Dmitriev. Am Samstagnachmittag findet das Endspiel statt. Das Restaurant des Tenniscenters serviert extra ein Halbfinal- und ein Finalmenü.
Die Überraschung am Vorabend: Die Schweizer Turnierhoffnung ist raus. Yann Marti verlor gegen den 19-jährigen Deutschen Johannes Haerteis mit 6:2, 3:6 und 4:6. Nach gutem Beginn mehrten sich seine Fehler. Gleichzeitig kämpfte sich Haerteis schrittweise rein in die Partie und holte sich den Sieg. Am Ende standen für den Verlierer acht Doppelfehler zu Buche, während der unerwartete Sieger Asse in gleicher Anzahl für sich verzeichnen konnte.
Zunächst sah noch alles gut aus: Mit einem Passierball breakte Marti direkt im ersten Spiel, um gleich danach noch einmal die Führung auszubauen zum 3:0. Haerteis machte viele Fehler. Seine Bälle gerieten oftmals zu lang oder landeten im Netz. Zum Ende des ersten Durchgangs deutete sich bereits ein kleiner Umschwung an: Marti schlug zum Satzgewinn auf, musste aber zunächst zwei Breakbälle abwehren. Trotz zweier Doppelfehler konnte er sich behaupten. Die Fehlerquote auf beiden Seiten war zu diesem Zeitpunkt enorm.
Den zweiten Satz begann Haerteis mit eigenem Aufschlag zu null. Martis Aufschlagspiele dagegen wurden enger. Beide Kontrahenten haderten mit ihrem Spiel. Flüche und Ausrufe auf beiden Seiten gehörten zum Standardrepertoire. Zudem standen immer wieder Schieds- und Linienrichterentscheidungen im Mittelpunkt, die zuweilen unglücklich ausfielen. Beide Spieler hatten ihre Probleme damit und äusserten ihren Unmut. Schliesslich kassierte Marti das entscheidende Break, nachdem Haerteis die Bälle clever verteilt hatte und zwei Vorhandpunkte in Folge initiierte. Marti war ausser sich, schmiss den Schläger und schimpfte von einer „catastrophe“. Haerteis liess sich den Satz nicht mehr nehmen.
Der Auftakt des dritten Satzes misslang Marti direkt: Nach 15:40 nutzte der Deutsche, der längst ins Match gefunden hatte, die zweite Chance zum Break. Marti kassierte eine Verwarnung vom Schiedsrichter. Haerteis servierte immer mehr Asse und sicherte sich seine Aufschlagspiele in der Folge problemlos. Mit einem Vorhandpunkt longline erspielte sich Haerteis bei eigenem Aufschlag und 5:4 aus seiner Sicht einen Matchball. Als Marti die Rückhand ins Netz setzte, war die Partie entschieden.
Der deutsche Turnierfavorit Daniel Brands zog gegen Moritz Baumann, ebenfalls aus Deutschland, ins Halbfinale ein. Das Ergebnis lautete 6:4 und 6:2. Brands begann nicht so souverän wie noch am Vortag und startete mit zwei Breakbällen gegen sich. Baumann suchte seine Chance, indem er direkt Druck von der Grundlinie aufbaute. In seinem zweiten Spiel musste Brands erneut über Einstand, nachdem er zwei Breakbälle vereiteln konnte. Oft ging es über den zweiten Aufschlag, der dem Gegner Chancen eröffnete. Als Brands aktiver wurde und Baumann mehrfach seine Rückhand ins Netz beförderte, gelang ihm das wichtige Break zum 4:3, das ihm den Satz verschaffte. Dennoch war der erste Satz von wenig Initiative, dafür mehr Fehlern geprägt.
Eine umlaufene Rückhand spielte Brands Vorhand cross, um im zweiten Satz mit Break in Führung zu gehen, 3:2 für ihn. Der erste Aufschlag kam jetzt, es setzte reihenweise Asse. Brands bestimmte das Spielgeschehen und beendete das Match nun zügig, indem er Baumann den Aufschlag ein weiteres Mal abnahm.
Die weiteren Ergebnisse: Elmar Ejupovic schlägt den Niederländer Jelle Sels mit 3:6, 6:2 und 6:3 und der Russe Kirill Dmitriev bezwingt den Schweizer Oliver Mrose mit 6:0 und 6:3.

ITF Trimbach – Tagesbericht Freitag, 13. März
Das heisseste Match der Geschichte des ITF Trimbach wartet
Der Federer-Bezwinger tritt zum Finale an. Daniel Brands ist heute (14.03.) live ab 14 Uhr im Tenniscenter Trimbach zu sehen, wo das Endspiel des internationalen Tennisturniers ausgetragen wird. Der Deutsche kratzte 2013 bereits an der Weltspitze. Trimbach ist für ihn nach krankheitsbedingtem Ausfall im Vorjahr der Aufgalopp zu grösseren internationalen Wettkämpfen. Mit freiem Eintritt, Tribünenplätzen und Finalmenü im Restaurant sind alle interessierten Zuschauer herzlich eingeladen, einen aussergewöhnlichen Spieler zu bewundern.
Daniel Brands setzte sich im ersten Halbfinale gegen Elmar Ejupovic mit 6:2 und 6:4 durch. Zunächst konnte sich der Aussenseiter noch zweimal gut bei eigenem Aufschlagspiel halten. Beim dritten Mal musste er ein Break hinnehmen, es stand 3:2 für Brands. Der Favorit holte sich mit Break auch das 5:2, und zwar glatt zu null. Zwei Fehler bei eigenem Aufschlag zum Satzgewinn bescherten Ejupovic die ersten beiden Breakbälle, doch der Schlussakkord war nur kurz aufgeschoben – Brands erhöhte noch einmal das Tempo und machte den Sack zu. „Ich habe von Anfang an versucht, Druck zu machen. Das ist mir auch ganz gut gelungen“, gab Brands nach dem Spiel zu Protokoll. „Ich habe viel mit der Vorhand probiert und der Aufschlag hat funktioniert.“
Im zweiten Durchgang punktete Ejupovic zu Beginn noch einmal selbst mit guten ersten Aufschlägen, konnte jedoch im dritten Spiel des Satzes das Break nicht abwenden. Auf das 2:1 für Brands folgte bis zum Ende des Matches eine Serie von Aufschlagspielen, die ohne Break vonstatten gingen. Ejupovic kämpfte wacker, versuchte es zeitweise über Serve and Volley, doch bei eigenem Aufschlag liess der Favorit nichts anbrennen. Ein Ass der ehemaligen Nummer 51 der Welt beendete das Match.
Das zweite Halbfinale zwischen dem Deutschen Johannes Haerteis und dem Russen Kirill Dmitriev war lange Zeit wesentlich enger, ehe der dritte Satz eine klare Entscheidung herbeiführte. Das Match endete 6:7 (8:10), 6:3 und 6:0. Im ersten Satz musste Dmitriev nach 40:15 doch noch ein Break hinnehmen, so dass es 3:1 gegen ihn stand. Haerteis setzte in teils hochkarätigen Grundlinienduellen immer wieder seine linke Vorhand gewinnbringend ein und konnte sich auf seinen starken ersten Aufschlag verlassen. Doch auch Dmitriev fand ein Mittel, seinen Gegner zu ärgern: Stoppbälle. Mit einem solchen schaffte er das Rebreak und nutzte diese Option im Laufe des Matches immer wieder. Die Kontrahenten spielten sich in den Tie Break, der ebenso knapp ausfiel wie der ganze Durchgang. Zwei Satzbälle beim Stande von 4:6 konnte Dmitriev nicht verwerten, konterte aber bei 8:7 für den Deutschen per Stoppball. Ein kurz gesetzter Rückhandvolley brachte Haerteis seinen zweiten Satzball. Der Russe machte einen Doppelfehler, der Tie Break schloss mit 10:8.
Im zweiten Satz schien sich die knappe Konstellation zwischen den beiden Kontrahenten fortzusetzen. Das Spiel war erneut sehr ausgeglichen. Doch plötzlich erwischte Haerteis eine schlechte Phase: Bei eigenem Aufschlag schlug er zweimal ins Netz, produzierte einen Doppelfehler und kassierte das Break. Dabei blieb es. Im dritten Satz brach Haerteis völlig ein. Es lief gar nichts mehr zusammen. Seine Bälle landeten reihenweise neben dem Feld und im Netz, die Aufschläge kamen nicht mehr. Dmitriev musste nicht mehr viel tun und gewann den Satz zu null.

ITF Trimbach – Tagesbericht Samstag, 14. März
Daniel Brands krönt eine perfekte Woche mit dem Titel
In einem würdigen Finale siegte der Deutsche Daniel Brands gegen den Russen Kirill Dmitriev mit 6:3 und 6:3 und gewann das ITF Men‘s Future Trimbach 2015. Direkt im ersten Spiel zeichnete sich Brands Matchplan ab: Den Gegner mit dem ersten Aufschlag in die Defensive bringen, Druck ausüben und den direkten Punkt erzwingen. In den ersten drei Aufschlagspielen produzierte Brands noch erstaunliche drei Doppelfehler. Im Laufe des Matches kam allerdings nur noch einer dazu und die Aufschlagquote stimmte einmal mehr. „Es war ähnlich wie im Halbfinale: Ich habe wieder gut serviert, vielleicht etwas schlechter als noch am Vortag. Der Aufschlag war auf diesem Belag sehr wichtig“, befand der Turniersieger nach dem Spiel. „Damit konnte ich viele freie Punkte holen.“
Im vierten Spiel des ersten Satzes bei eigenem Aufschlag produzierte Dmitriev gleich drei Fehler, nachdem er Brands fast seinerseits dessen Spiel abgenommen hätte. So kassierte er selbst das Break, es stand 1:3 aus seiner Sicht. Die hohe Fehlerquote des Matchbeginns legte sich in der Folge auf beiden Seiten. Besonders Brands zeigte jetzt seine Stärken und suchte die Dominanz von der Grundlinie: „Ich habe versucht, Kirill vor allem über meine Vorhand unter Druck zu setzen und bei gegnerischem Aufschlag meine Chance mit guten Returnschlägen genutzt“, erklärte Brands. Auch Dmitriev suchte sein Heil in der Offensive, jagte seine linke Vorhand immer wieder in die Winkel des Feldes und ging oft ans Netz. Als er einen Passierball des Deutschen früh antizipierte und per Rückhandvolley den Punkt für sich entscheiden konnte, zeichnete ein glückliches Lächeln sein Gesicht. Nicht alle Tage spielt eine Nummer 494 der Welt im Finale gegen einen Top-100-Aspiranten und zeigt sich dabei auch noch von seiner besten Seite. Brands zollte seinem Gegner dementsprechend auch seinen Respekt: „Kirill stand verdient im Finale. Er hat das gut gemacht und das Match eng gestaltet. Er hat versucht, mich auf der Rückhand zu halten und ist immer wieder ans Netz gekommen.“ Dmitriev sprach nachher von einem „toughen Match“, vor allem wegen Brands Aufschlagstärke. „Aber ich habe auch gut aufgeschlagen und selbst versucht, Dominanz auszuüben. Ich bin zufrieden. Das war ein guter Start ins neue Jahr für mich.“ Beim Stande von 5:3 gelang Brands ein perfekter zweiter Aufschlag, den Dmitriev nur ins Aus erwidern konnte, so dass der erste Satz besiegelt war.
Während Dmitriev mit zwei Assen in den zweiten Satz startete, musste Brands über Einstand. Hier zeigte sich aber seine Klasse: Die ehemalige Nummer 51 der Weltrangliste forcierte mühelos das Tempo und sicherte sich das eigene Aufschlagspiel. Dmitriev musste kurz darauf das Break zum 1:2 aus seiner Sicht hinnehmen. Der Deutsche ging im weiteren Verlauf schnell auf die Punkte und gewann seine Aufschlagspiele zügig. Ein Vorhandhammer longline und ein Überkopfball brachten Matchbälle bei Aufschlag Dmitriev. Als dieser seine Vorhand ins Seitenaus setzte, hiess es völlig verdient: Spiel, Satz und Turniersieg, Brands.
Brands bedankte sich für eine angenehme Woche in Trimbach. Er habe sich sehr wohl gefühlt. „Es war die richtige Entscheidung, hierher zu kommen. Für mich geht es ja darum, mich nach meiner Krankheit wieder hochzuspielen in der Weltrangliste. Die Punkte, die ich mit dem Titel hier geholt habe, helfen mir auf diesem Weg.“ Sein Ziel sei es, wieder in die Top 100 vorzustossen. Jetzt heisst es für Daniel Brands erst einmal trainieren. Danach geht es auf Asche, wahrscheinlich nach Casablanca.




Meldungen im Vorfeld der Veranstaltung


► 4. März 2015
Fünf regionale Spieler im Einsatz!
Wenige Tage vor dem Start zum ITF-Men's Future ist klar: Fünf regionale Spieler erhalten die Gelegenheit, sich im Qualfikationsturnier zu behaupten und für das Hauptleau zu qualifizieren. Es sind dies (wie bereits früher gemeldet): Luca Giacomelli, Jeremy Moser, Dario Huber, Timo Lanz und Giuliano Muccia.
Das Qualifikationsturnier beginnt am Samstag, 7. März 2015. Wann die regionalen Akteure zum Einsatz kommen, ist im Internet am Freitagabend spät zu sehen. Siehe Link auf der Home-Seite.

► 31. Januar 2015:
Mehr regionale Spieler im Einsatz als vor einem Jahr
Nachdem letztes Jahr Luca Giacomelli kurzfristig wegen einer Grippe hatte absagen müssen, stand lediglich Jeremy Moser als regionaler Vertreter beim Qualifikationsturnier im Einsatz. Dieses Jahr setzen sich die Organisatoren dafür ein, dass deutlich mehr Regionale antreten können. Favoriten für die beiden Wild Cards des Organisationskomitees sind wie letztes Jahr Luca Giacomelli und Jeremy Moser. Ebelfalls für Wild Cards beworben haben sich bis Ende Januar beim OK offiziell auch Dario Huber (N4), Timo Lanz (R1) und Giuliano Muccia (R3). Über Wild Cards für diese Spieler entscheidet Swiss Tennis. Das OK macht sich aber stark dafür, dass möglichst viele einheimische Kräfte antreten können.
Siehe auch Zeitungsbericht

► 22. Januar 2015:
Physio-Therapeutin sorgt für angeschlagene Spieler
Nachdem der von den Spielern letztes Jahr sehr geschätzte Masseur Heinz Hofer aus gesundheitlichen
diesmal absagen musste, konnte das OK für das Turnier eine ausgewiesene Fachfrau engagieren.Es handelt sich um die Physio-Therapeutin Maaike von Greyerz, die selber gerne Tennis spielt und sich auf die bevorstehende Arbeit mit den Nachwuchskräften und Profis aus aller Welt freut.

► 20. Januar 2015:
Linienrichter und Linienrichterinnen gesucht
Wer hat Lust, bei einem internationalen Profi-Tennisturnier aus allernächster Nähe dabeizusein? Die Organisatoren des ITF Men's Future suchen noch Linienrichter und Linienrichterinnen. Voraussetzung ist, dass jemand selber Tennis spielt, ein gutes Auge hat und vom frühen Nachmittag bis in den frühen Abend hinein Zeit hat. Das Turnier finden inklusive Qualifikation vom 7. bis 14. März im Tennis-Center Trimbach statt. Mindestens für zwei Tage (lieber mehr) müsste man zusagen können. Die Linenrichter und -richterinnen werden vor ihren Einsätzen von Spezialisten von Swiss Tennis genau instruiert.
Auskunft erteilt Walter Affolter, 079 228 41 85, walter.affolter@bluewin.ch.

► 14. Januar 2015:
Neue Anspielzeiten: Volles Programm am Abend
In Absprache mit den Verantwortlichen von Swiss Tennis haben die Organisatoren entschieden, die Anspielzeiten im Vergleich zum Vorjahr neu festzulegen. Hintergrund der Überlegungen: Zuschauerinnen und Zuschauer sollen vor allem am frühen Abend – nach der Arbeit – im Tennis-Center Trimbach attraktive Partien zu sehen bekommen. Deshalb wurde die dritte Runde des Tages auf frühestens 17.00 Uhr festgelegt. Im Vorjahr war es wiederholt vorgekommen, dass gegen 18 Uhr bereits die meisten Spiele fertig waren
.
Der Spielplan sieht nun so aus: Die erste Runde startet um 13.30 Uhr, anschliessend wird die zweite Runde ausgetragen. Die dritte Runde ist auf 17 Uhr festgelegt (gestartet wird auf keinen Fall früher). Anschliessend folgen die Spiele der vierten Runde.
Am Freitag stehen die beiden Halbfinals und das Doppel-Finale auf dem Programm. Die Anspielzeiten werden kurzfristig festgelegt. Es bleibt aber dabei, dass eine Partie um 17 Uhr ausgetragen wird.

 




Vorberichte 2016
Von Tag zu Tag 2016
2015
Profitennis in Trimbach